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ALPHAVISION Magazin

Mamma mia

Magazin vom 11. / 12. Mai 2024
Dank unserer Mütter gibt es uns. Das ist ein grosser Segen. Bestimmt gibt es noch vieles mehr, bei dem wir von ihnen profitiert haben. Aber Mütter lassen nicht nur Segensspuren in unserem Leben zurück.
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Dank unserer Mütter gibt es uns. Das ist ein grosser Segen. Bestimmt gibt es noch vieles mehr, bei dem wir von ihnen profitiert haben. Aber Mütter lassen nicht nur Segensspuren in unserem Leben zurück.

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Persönlichkeiten & Beiträge

Andreas Dubach

Andreas Dubach

"Ich bin meiner Mutter heute noch sehr dankbar, dass sie nicht aufgegeben hat, mit mir zu trainieren, denn ich konnte als Kind wegen eines Hirnschadens nicht sprechen. Sie tat alles, um mir zu helfen, ermutigte mich und betete auch viel. Konsequent übte sie täglich mit mir reden und schreiben. Ab der sechsten Klasse konnte ich mich fast normal ausdrücken."
Verena Wurster, (c) privat

Verena Wurster

Gründerin "Casa Immanuel"
"Heute kann ich dank meinem persönlichen Versöhnungsweg mit Überzeugung sagen, dass sich aus einer Leidensgeschichte eine Liebesgeschichte entwickelt hat. Das führte auch dazu, dass wir 2003 die "Casa Immanuel" gründeten.
Stiftung "Casa Immanuel"
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Hintergrund zur Sendung

Unsere Mutter: eine prägende, wenn nicht sogar die prägendste Person in unserem Leben. Ob es uns bewusst ist oder nicht, durch die von Anfang an nahe körperliche und seelische Verbindung entscheidet sie über unser Heranwachsen im Mutterleib und unser Verständnis von Beziehung. Da sie meist die erste nahe Bindungsperson darstellt, beeinflusst sie auch unser Selbstbild und unsere Identität immens. Ist unsere Mutter lebensfroh und psychisch stabil, gibt sie uns ein ganz anderes Weltbild und Selbstverständnis mit, als wenn sie an sich selbst zweifelt oder sogar um ihre Existenz kämpft.

Andreas Dubach aus St. Gallen konnte als Kind wegen eines Hirnschadens nicht sprechen. Doch seine Mutter gab ihn nicht auf. Sie tat alles, um ihm zu helfen, ermutigte ihn und betete viel. Konsequent übte sie mit ihm auch jeden Tag reden und schreiben. Ab der sechsten Klasse konnte er sich fast normal ausdrücken. Für seine Logopädin grenzt das an ein Wunder. Bis heute ist Andreas mit seiner Mutter in Dankbarkeit verbunden.

 Weil Verena Wurster vor 77 Jahren auf die Welt kam – damals gab es noch keine Ultraschall-Untersuchungen – waren die Eltern und der Arzt überrascht, dass Zwillinge auf die Welt kommen. Als Verena als zweites Baby geboren wurde, habe die Mutter geschrien: «Nähmet sie das Chind! Ich wills nöd.»
Genauso wie Verenas Leben startete, ist es auch weitergegangen. Sie war nicht gewollt – nur knapp geduldet. Die Mutter war schwer depressiv und hat Verena, das lebensfrohe Kind, kaum ertragen. Verena wurde deshalb oft geschlagen, kritisiert und war immer an allem schuld. Verena kämpfte jahrelang damit, sich selbst zu akzeptieren. Heute kann sie aber dank ihrem persönlichen Versöhnungsweg mit Überzeugung sagen, dass sich aus ihrer Leidensgeschichte eine Liebesgeschichte entwickelt hat. Dieses Erleben führte dazu, dass sie 2003 die "Casa Immanuel" gründete. Eine Stiftun, die Menschen unterstützt, ihren Weg aus einer Krise zurück ins Leben zu finden.