In der Schweiz ist es selbstverständlich, dass wir selbst entscheiden können, wie wir die Welt sehen, was wir glauben - und was nicht. Niemand würde auf die Idee kommen, uns vorzuschreiben, ob und zu wem wir beten, mit wem wir uns treffen, oder welche Meinung wir öffentlich äussern dürfen. Diese Rechte gehören zu den Grundlagen unserer Freiheit. Doch wie wäre es, wenn unsere inneren Überzeugungen nicht frei wären? Wenn wir fürchten müssten, gemobbt zu werden, unseren Job zu verlieren oder sogar mit Gewalt, Gefängnis und Tod rechnen müssten, weil wir nicht den richtigen Glauben haben? All das scheint unvorstellbar, doch vielen Menschen auf der Welt geht es so. Das spüren besonders die religiösen Minderheiten, zu denen in etlichen Ländern auch die Christen zählen. Der sogenannte «Weltverfolgungsindex» der Hilfsorganisation «Open Doors» spricht mittlerweile von 260 Millionen Christen, die schweren Verfolgungen ausgesetzt sind – Tendenz steigend.