Familie Fankhauser | zVg
ALPHAVISION Magazin

Dem Schicksal getrotzt

Magazin vom 16. / 17. März 2024
Ein Schicksalsschlag prägt und verändert Menschen. Danach stark zu bleiben, kann eine grosse Herausforderung sein und so manche zerbrechen oder verzweifeln daran, während andere wachsen.
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Ein Schicksalsschlag prägt und verändert Menschen. Danach stark zu bleiben, kann eine grosse Herausforderung sein und so manche zerbrechen oder verzweifeln daran, während andere wachsen.

Beiträge der Sendung

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Persönlichkeiten & Beiträge

Regula Fankhauser, (c) 2024 Alphavision

Regula Fankhauser

"Im Zerbruch steckt die Chance für Neues; allerdings benötigen Heilungsprozesse Zeit."
Das Täuferversteck
Daniel Brawand, (c) privat

Daniel Brawand

Optiker
"Ich kam mit einer offenen Bauchdecke zur Welt. Rund rund sieben Jahre verbrachte ich in Spitalbetten und musste 59 Operationen über mich ergehen lassen. Dass ich heute das Optiker-Geschäft «swiss Optik-Brawand» in Zollikofen führen darf und mit meinem Motorrad unterwegs sein kann, gleicht einem Wunder."
Website Swiss Optik Brawand
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Hintergrund zur Sendung

Auf einen Schlag ist alles anders. Ein geliebter Mensch wird jäh aus dem Leben gerissen, ein Unfall passiert oder die Nachricht einer schwerwiegenden Krankheit erreicht dich. Der Schreck sitzt tief, man versteht die Welt nicht mehr, ist wie gelähmt. Alles scheint hoffnungslos und das Vertrauen ins Leben geht verloren. Doch wie findet man nach Schicksalsschlägen wieder zurück ins Leben?

Daniel Brawand ist mit einem Geburtsgebrechen zur Welt gekommen: einer Blasenekstrophie. Bei der Geburt war seine gesamte untere Bauchdecke offen. Seitdem hat er 59 Operationen hinter sich und insgesamt rund sieben Jahre in Spitalbetten verbracht. Damals war Daniel Brawand voll von der IV abhängig. Dass er seit 2009 das Optiker-Geschäft «swiss Optik-Brawand» in Zollikofen führt und heute mit seinem Motorrad unterwegs sein kann, gleicht einem Wunder.

Im Zerbruch steckt die Chance für Neues. Allerdings benötigen Heilungsprozesse Zeit. Das weiss auch Regula Fankhauser. Vor mehr als 20 Jahren verliert sie ihre Zwillingsschwester und deren Familie, vor vier Jahren ihren Vater und letztes Jahr beinahe ihren Mann. Schicksalsgeschichten sind der 5-köpfigen Familie aus dem Trub nicht fremd – sie wohnen in einem geschichtsträchtigen Haus, in dem sich das einzige noch zugängliche Täuferversteck der Schweiz befindet. Regula und Simon Fankhauser, die den Hof in 12. Generation bewirtschaften, haben das Relikt aus der Zeit der Täuferverfolgung (1528 - 1743) erhalten und lassen die Öffentlichkeit teilhaben an den Schicksalen der Menschen, die im 17. und 18. Jahrhundert im Trub wegen ihres Glaubens an Jesus Christus verfolgt wurden.