Ein dumpfes Grollen in den Bergen. Ein Mensch verschwindet spurlos. Ein Leben endet rätselhaft. Staatsanwältin Gabriela Bürgi sucht zwischen Akten, abgelegenen Pfaden und den Spuren menschlicher Schicksale nach Antworten – und nach Gerechtigkeit. Im Kanton Uri beginnt vieles dort, wo die Strassen schmal und die Berge nah sind. Gabriela Bürgi ist Staatsanwältin und untersucht aussergewöhnliche Todesfälle: Lawinenopfer, Suizide, Verkehrsunfälle. Fakten sind nötig, doch die Gefühle bleiben: «Ich muss sachlich sein, bin aber auch Mensch.»Geprägt wird Bürgi schon früh: der Grossvater ein Polizist, die Berge als Ort der Stille – und der Verlust ihres Vaters, der sie mit zehn Jahren zum Schreiben bringt.Als Jura-Praktikantin hört sie am Kriegstribunal zum Völkermord in Ruanda schier unerträgliche Zeugenaussagen. Über Massaker und sexualisierte Gewalt als Kriegswaffe. Helfende Worte findet sie nicht nur im Gesetzbuch, sondern auch im Gebet: «Ich musste mit Gott reden, um das auszuhalten.»Heute sucht Gabriela Bürgi als Urner Staatsanwältin nach Gerechtigkeit – nicht nach Vergeltung. Abends wechselt sie die Welt und schreibt an ihrem Krimi «Mord im Belvedere». Fiktion als Gegengewicht zu realen Schicksalen. Die Figuren spiegeln Aspekte ihres Lebens und ringen mit Fragen nach Wahrheit, Verantwortung und Gnade.Und Gott – ist er für Bürgi ein strafender Richter oder ein Begleiter auf holperigen Wegen? Sendung verpasst?Nach der Erstausstrahlung (SRF 1) online ansehen auf dieser Seite, auf YouTube (Talk) und Play SRF.