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Im dritten Frühling

Wenig fürchten die meisten Menschen so sehr wie das Alter und das Älterwerden. Fast alle möchten zwar möglichst lange leben, alt sein will jedoch niemand. Dabei hat auch dieser Lebensabschnitt viel zu bieten.

Pro Jahr kommen in der Schweiz laut Bundesamt für Statistik knapp 400 Säuglinge tot zur Welt. Eine Tragödie für alle Betroffenen. Ein Ehepaar erzählt, was dieses Schicksal konkret bedeutet und wie sie damit umgegangen sind.

Fred und Eva Ryter haben zweimal geheiratet. Allerdings suchten sie ihr Glück nicht in einer neuen Partnerschaft, sondern entschieden sich ein zweites Mal für einander. Haben sie die Schwächen des anderen nach zehn Jahren Trennung einfach vergessen?

Felix und Siny Widmer erlebten als Paar Höhen und Tiefen. Ihre Arbeit bei Trans World Radio (TWR), einem international tätigen Medienunternehmen, führte sie an die verschiedensten Orte der Welt.

Alles unter einen Hut

Wenn sich im Büro die Arbeit stapelt, die Familie nach mehr Aufmerksamkeit verlangt und der Sportverein Ansprüche stellt, kommen die meisten von uns ins Schwitzen. Allen Erwartungen gerecht zu werden, ist gar nicht so einfach. Die Frage drängt sich auf: „Wie bringe ich alles unter einen Hut?“

Mit sich und der Umwelt versöhnt sein statt Probleme und Streitigkeiten nur zu verdrängen: Das hebt die Lebensqualität. Daniel Linder und Verena Wurster gingen in ihrem Leben den Weg der Versöhnung und haben darüber ein Buch geschrieben.

Lernen zu trauern

Die ärztlichen Untersuchungen bestätigen die Vorahnung von Sarah und Christoph Andrey. Mit ihrem Baby stimmt etwas nicht. Tatsächlich kommt die kleine Jana tot zur Welt. Trauer, Abschied nehmen - mit beidem müssen sie sich beschäftigen, als ihr kleines Mädchen im Mutterleib noch lebt. Jetzt erfasst sie ein Gefühl von Leere, Funktionieren-Müssen und Trauer. Und dieses Gefühl halten sie aus, um nicht den Boden unter den Füssen zu verlieren.

«Das grosse Weinen hat sich in ein grosses Lachen verwandelt», sagt Bruno Waldvogel. Sein Sohn Fabrice ist heute gut in der 1. Klasse der Primarschule integriert. «Kurz nach der Geburt waren wir noch sehr überfordert mit dem Gedanken, ein Kind mit Down-Syndrom grosszuziehen. Heute ist Fabrice für die ganze Familie eine Bereicherung und aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken.»