Atheismuswerbung auf Plakaten

Vom 26. Oktober bis am 6. November war auf den Plakatwänden der Deutschschweiz der Satz "Da ist wahrscheinlich kein Gott - also sorg dich nicht, geniess das Leben" zu lesen.

Verantwortlich für die Plakat-Kampagne ist die Freidenker-Vereinigung (FVS). Eigentlich war geplant, den Spruch ähnlich wie in Grossbritannien und Deutschland auf Bussen durch verschiedene Städte fahren zu lasssen, doch das Vorhaben der FVS scheiterte am Widerstand der verschiedenen ÖV-Unternehmen.

 
Plakat der Freidenker-Vereinigung (FVS)
 

Der Kanton Zug verbot die umstrittenen Plakate auf öffentlichem Grund sogar ganz, wie die "Berner Zeitung" Anfang Oktober 09 berichtete.

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Bereits im April dieses Jahres veröffentlichte FENSTER ZUM SONNTAG in seiner Programm-Zeitung SCHAUFENSTER unter dem Titel "Moderne Zweifler" einen kritischen Artikel von Jürgen Single, Chefredaktor von FENSTER ZUM SONNTAG zum Thema der atheistischen Werbung auf Bussen in London.

 

In der Zeitung "Sonntag" vom 4. Oktober äussert sich Roland-B. Trauffer, Präsident der Deutschschweizer Ordinarienkonferenz und Generalvikar vom Bistum Basel, zum Thema und lehnt dabei ein Verbot der Plakate ab. "Gewisse Leute scheinen ihr Leben wohl nicht geniessen zu können, wenn sie daran denken, dass immer noch Christen, Juden oder Muslime herumlaufen, die Freude am Leben haben", so Trauffer süffisant gegenüber der Zeitung. Menschen, die nur an dieses eine Leben glauben würden, könnten ja nur geniessen, was es ihnen an Möglichkeiten bietet.

Hingegen würden religiöse Menschen im Leben stets mehr sehen. "Und sie haben sogar die Hoffnung auf ein weiteres Leben nach dem Tod! Das ist für andere Leute offenbar eine radikal genusshemmende Provokation. Sie sind vielleicht sauer oder verzweifelt und müssen deswegen teure Angriffs-Propaganda machen. Und wenn das auch noch flächendeckend geschehen soll, wie gross muss wohl die Verzweiflung sein", sagt der Generalvikar weiter.